Weltweit gibt es rund 20.000 Babyfreundliche Krankenhäuser in 150 Ländern.
Entwicklungsländer
Die „Babyfriendly Hospital Initiative“ ist eines der wichtigsten Programme des Kinderhilfswerks UNICEF zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit.
In Entwicklungsländern fehlen oft die Voraussetzungen für eine hygienische Zubereitung von Muttermilchersatznahrung. Die Folge: 1,4 Millionen Kinder sterben jährlich. WHO und UNICEF empfehlen, jedes Baby mindestens sechs Monate lang zu stillen und in dieser Zeit ganz auf Zusatznahrung zu verzichten.
Weniger als ein Drittel der Babys in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik werden ausschließlich gestillt — obwohl das nicht nur die beste, sondern auch die billigste Art der Säuglingsernährung ist. Ihr Risiko, noch im Kindesalter zu sterben, ist deutlich erhöht.
Förderung der Eltern-Kind-Bindung und des Stillens
WHO und UNICEF haben die „Babyfriendly Hospital Initiative“ ins Leben gerufen, um die Eltern-Kind-Bindung und das Stillen zu fördern. 1990 entwickelten sie Kriterien, die Babyfreundliche Krankenhäuser nachweisen müssen. Diese Betreuungsstandards sind wirksame und kostengünstige Mittel, um Kinderleben zu retten.
Weltweit haben sich rund 20.000 Krankenhäuser der Initiative angeschlossen, sowohl in Entwicklungsländern als auch in Industriestaaten. Auch in Deutschland gibt es ein wachsendes Interesse der Eltern am Qualitätssiegel „Babyfreundliches Krankenhaus“.



